Mittwoch, 17. Januar 2018

Atlético de Madrid - Sevilla 1:2 (0:0)

Spanien, Copa del Rey, Cuartos de final, ida 17.1.2018
Estadio Metropolitano, 51.643

Im Viertelfinal-Hinspiel der spanischen Copa del Rey unterlag Atlético de Madrid zuhause trotz besserer Chancen und Führungstreffer. Die effizienten Gäste aus Sevilla konnten dank eines Eigentors bald ausgleichen und erzielten kurz vor Schluss das Siegestor. Im Rückspiel wird es der zehnfache spanische Cupsieger Atlético de Madrid (zuletzt 2013) nicht leicht haben.
Für Stimmung im Stadion sorgte die Fankurve um die Frente Atlético. Es wurde das ganze Spiel über supportet. Im Vergleich zum alten Stadion fiel aber auf, dass sich die anderen Tribünen wenig bis gar nicht an der Unterstützung der Mannschaft beteiligten. Die wenigen Gästefans, eine Gruppe im Auswärtssektor am Juché und eine andere auf der Haupttribüne, konnten sich über das Spielergebnis freuen.
Der 1903 gegründete Club Atlético de Madrid wurde zuletzt vor drei Jahren im Estadio Vicente Calderón besucht und sich dabei mit dessen Geschichte auseinandergesetzt. Titel sind seit dem Meistertitel 2014 nicht dazugekommen. Das Champions-League-Finale 2016 hatte Atlético wie schon 2014 gegen den Stadtrivalen Real Madrid verloren, diesmal im Elfmeterschießen. Im alten Stadion war auch das damalige Museum besichtigt worden. Im neuen Stadion gibt es noch kein Museum, eine der noch nicht eröffneten Geschäftsflächen im Unterbau ist aber zumindest dafür beschriftet.
Das Estadio de la Comunidad de Madrid, wie es bis 2017 hieß, oder neue Estadio Metropolitano wurde ursprünglich 1994 als Estadio Olimpico de Madrid eröffnet. Es war in erweiterter Version bei den erfolglosen Olympiabewerbungen der Stadt Madrid 2012, 2016 und 2020 als Olympiastadion vorgesehen gewesen. Das Leichtathletikstadion mit 20.500 Plätzen wurde 2011 bis 2017 für Atlético komplett umgebaut, die Laufbahn überbaut sowie die Tribünen ausgebaut und daraus de facto ein neues Stadion mit 67.703 Plätzen. Vor der Haupttribüne sind Bodenplatten diversen großen Spielern des Vereins gewidmet, aber Gerhard Rodax ist nicht darunter. Aufgrund der Ähnlichkeit der Haupttribüne mit einem Kamm (spanisch peineta) wird das Stadion umgangssprachlich auch La Peineta genannt. Auffällig ist aber vor allem seine Lage inmitten einer weitläufigen unbebauten Gstettn, was ein großer Kontrast zum innerstädtischen alten Stadion ist. Offiziell trägt das am 16. September 2017 eröffnete neue Stadion von Atlético de Madrid einen Sponsornamen, ergänzt um den Zusatz Metropolitano als Reminiszenz an das alte Estadio Metropolitano, in dem Atlético von 1923 bis 1966 gespielt hatte. Bis zur Sponsorenbenennung hieß es Estadio de la Comunidad de Madrid. Die U-Bahn-Station trägt jedenfalls den Namen Estadio Metropolitano.