Donnerstag, 24. Mai 2018

Ballesterer 132




Rezension


Ballesterer
Nr. 132, Juni/Juli 2018
100 S.








„Wir können den Anpfiff der Partie zwischen Russland und Saudi-Arabien am 14. Juni im Moskauer Luschniki-Stadion kaum noch erwarten.“ leitet der Ballesterer sein WM-Schwerpunktheft ein. Ich teile dieses Interesse ja nicht und werde wohl auch dieses Turnier wie seine Vorgänger spurlos an mir vorübergehen lassen. Mit Nationenwettkämpfen und ihrem Auslassen von nationalistischen Minderwertigkeits- und Überlegenheitsgefühlen, dem Fußball nur ein willkürlich gewählter Anlass ist, mögen sich andere beschäftigen.

Gelesen, was zu lesen ist, wird natürlich trotzdem. Für die reflektiertere Zielgruppe der Nationalismus-Festspiele hat der Ballesterer wieder eine umfangreiche Sonderausgabe erstellt. Moritz Ablinger und Benjamin Schacherl berichten in einer guten Zusammenschau von der politischen, wirtschaftlichen und sportlichen Situation Russlands und seines Fußballs im Vorfeld der Weltmeisterschaft. Mit einem Schuss Humor, den man teilen kann aber nicht muss, sowie historischen Notizen und Fakten werden die einzelnen Gruppen vorgestellt. Die besondere Qualität der Ballesterer-Turnierhefte kommt wie immer von den einzelnen Länder-Artikeln, bei denen verschiedene Autorinnen und Autoren unterschiedliche Zugänge, Themen und Texte bieten.

Montag, 21. Mai 2018

Obergänserndorf - Guntramsdorf 2:1 (0:0)

Niederösterreich, 2. Landesliga Ost, 23. Runde, 21.5.2018
Sportplatz Obergänserndorf, 150

Nach torloser erster Hälfte geriet die Obergänserndorfer Mannschaft, die seit 2009 vom Austrianer mit Rapid-Intermezzo Michi Wagner angeführt wird, nach der Pause in Rückstand. Binnen einer Minute wurde aber der Ausgleich erzielt und mit dem zweiten Treffer kurz vor Schluss das Spiel gegen die 1. SVg Guntramsdorf gewonnen.
Die TSU Obergänserndorf wurde 1963 gegründet. In der 2. Landesliga spielte Obergänserndorf erstmals von 1997 bis 1999. 2015 stieg man aus der Gebietsliga Nord/Nordwest wieder auf und spielt seither erneut in der 2. Landesliga Ost.

Ernstbrunn Frauen - Langenrohr Frauen 1:4 (1:2)

Niederösterreich, Frauen-Landesliga, 16. Runde, 21.5.2018
Sportplatz Ernstbrunn, 70

Das Spiel begann für die Ernstbrunnerinnen mit einem Eigentor nach wenigen Minuten, sie konnten dieses aber nach einer Viertelstunde Spielzeit ausgleichen. Allerdings setzten sich im weiteren Verlauf die Tabellenführerinnen aus Langenrohr klar durch.
Der SK Ernstbrunn wurde 1926 gegründet. Die größten Erfolge waren die Saisonen in der 2. Liga Nordwest 1951 bis 1955 und in der Unterliga Nord/Nordwest 1965/66, damals jeweils die zweithöchste niederösterreichische Spielklasse unterhalb der Landesliga sowie in der Unterliga Nord/Nordwest 1984 bis 1987 (damals die dritthöchste niederösterreichische Spielklasse nach Landesliga und Oberliga). Das Frauenteam besteht seit 2007 und stieg 2017 in die Landesliga auf.
Das heutige Sportzentrum wurde im Jahr 2000 mit einem Spiel von Szombathelyi Haladás gegen Anórthosis Famagusta eröffnet. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde am Platz des heutigen Bauhofes Fußball gespielt, nach der Befreiung 1945 auf einem kleinen Platz vor der Volkshalle und dann ab 1947 in der Hollabrunner Straße.
Rapid war hier 2001 zum 75-jährigen Vereinsjubiläum des SK Ernstbrunn zu Gast und gewann vor 700 Zuschauerinnen und Zuschauern gegen Ernstbrunn mit 15:1.
Vor dem Spiel wurde Ernstbrunn besichtigt.